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Immobilien Tipps: Mit Regenwasser Geld sparen
Regenwasser kann so wertvoll sein: Wer es sammelt und filtert,
verschwendet im Haushalt kein Trinkwasser mehr für die Toilettenspülung
oder die Gartenbewässerung. Zusätzlich lässt sich mit Regenwasser auch
die Wäsche waschen. Denn der Vorteil des Regenwassers ist, dass es
nicht so hart wie Trinkwasser ist. Das heißt, man benötigt weniger
Waschmittel. Klingt alles sehr positiv - aber hat auch seine Tücken:
"Es ist zwar ein Vorurteil, dass Regenwasser die Wäsche nicht
ganz sauber macht oder in den Toiletten einen Grauschleier
hinterlässt", sagt André Daehn, Vertriebsleiter bei CO2-Sparhaus in
Hamburg, einem unabhängigen Dienstleister, der rund um das Thema
Energiesparen im Haushalt berät. "Allerdings", so fügt er hinzu, "muss
man natürlich auch einen guten Filter einbauen". Denn sonst kann es
unter Umständen in Toiletten doch zum besagten Grauschleier kommen.
Nicole Pillen von der Deutschen Energie Agentur: "In Großstädten kann
das Wasser schmutziger sein und muss besser gereinigt werden!"
Wer
die Ausgaben dafür scheut, sollte mit Regenwasser lieber nur den Garten
wässern. Dafür benötige man im Prinzip nur eine Tonne aus dem Baumarkt.
Die Kosten sind also übersichtlich. Wer aber wirklich mit Regenwasser
Wäsche waschen oder die Toilette spülen will, der muss schon tiefer in
die Tasche greifen. "Für einen Vier-Personen-Haushalt fallen dann 6.000
bis 7.000 Euro an", weiß Daehn. Darin seien schon die Kosten für den
Erdaushub, der Speicher und natürlich die Anschlüsse enthalten.
Die Ausgabe lohnt sich, weil diese Investition auch hilft,
Geld zu sparen. Denn wer weniger Trinkwasser verbraucht, senkt auch die
Abwasserkosten. Schließlich zahlt jeder Haushalt für Abwasser in etwa
so viel wie für Wasser. Eine Trinkwasserreduzierung führt also auch zu
einer Reduzierung der Abwassergebühren. Ganz umsonst ist allerdings
auch die Regenwassernutzungsanlage nicht mehr. "Die untere
Wasserbehörde muss eine solche Anlage, wenn sie an die Kanalisation
angeschlossen wird, genehmigen. Dann wird ein Zähler angeschlossen und
der Besitzer muss eine Niederschlagswassergebühr bezahlen", weiß Nicole
Pillen. Die ist aber immerhin geringer als die Wasser-/Abwassergebühr
und von Stadt zu Stadt unterschiedlich.
Trotzdem dauert es ein bisschen, bis sich eine solche Anlage rechnet.
"Die Amortisationszeit für eine Regenwassernutzungsanlage liegt bei
einem Ein- bis Zweifamilienhaus bei zehn bis 15 Jahren", weiß Ulrich
Fröhner, unabhängiger Energieberater in Stuttgart. Er rät dazu, sie
beim Bau eines Neubaus auf jeden Fall zu installieren. "Bei einem
Altbau ist es schwieriger. Da muss man erst prüfen, ob es technisch
überhaupt möglich ist". Und: Ganz so teuer wird es möglicherweise doch
nicht. Denn wer sich für eine Regenwassernutzungsanlage interessiert,
kann dafür eine staatliche Förderung bekommen, und zwar auf Landes-
oder kommunaler Ebene. Einen Rechtsanspruch auf diese Förderung gibt es
allerdings nicht. Das heißt: Sind die Töpfe leer, wird nicht mehr
gefördert. Darum ist es wichtig, sich vor dem Einbau einer
Regenwassernutzungsanlage zu informieren, ob, was und in welcher Höhe
gefördert wird. Grundsätzlich werden auch nur Maßnahmen gefördert, die
noch nicht begonnen wurden. Das heißt, ein Förderantrag muss immer vor
Beginn einer Maßnahme gestellt werden.
Wer für Sie als Ansprechpartner in Frage kommt und ob Sie gefördert werden, erfahren Sie zum Beispiel im Internet unter www.energiefoerderung.info. betbla)
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