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Neugeschäft von Allianz Leben übertrifft die ErwartungenDrastischer Gewinneinbruch im vorigen Jahr Deutschlands größter Lebensversicherer Allianz Leben blickt optimistisch auf das Neugeschäft im laufenden Jahr. "Der Zuwachs bei den Neuverträgen in den ersten drei Monaten hat unsere Erwartungen übertroffen", sagte der Vorstandschef des Stuttgarter Branchenprimus. Nach vorläufigen Zahlen stiegen im ersten Quartal 2003 die Neubeiträge aus Lebens- und Rentenversicherungen um 36 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr konnte die Allianz Leben von einem um 36 Prozent stark gewachsenen Neugeschäft profitieren. Bereinigt um die neue Pensionskasse kletterten die Neubeiträge im Jahr 2002 um 30 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. "Auf Grund des schwierigen Branchenumfeldes profitiert die Allianz Leben von ihrer noch immer relativ stabilen Kapitalbasis", sagte ein Unternehmensberater. "Die Kunden schließen Neuverträge vermehrt bei Lebensversicherern mit großen Namen ab. Wir erleben jetzt eine Flucht zur Qualität." Allerdings musste auch die Allianz Leben im vergangenen Jahr auf Grund der schwachen Verfassung der Kapitalmärkte erheblich Federn lassen. Der Gesamtüberschuss brach von 2,8 Mrd. Euro im Jahr 2001 auf zuletzt nur noch 740 Mio. Euro ein. Nach der Bildung von Direktgutschriften für Beitragsrückerstattungen sank der Jahresüberschuss um ein Fünftel auf 175 Mio. Euro. "Für das laufende Jahr wollen wir auf die 223 Mio. Euro von 2001 aufsetzten", sagte Vorstandschef Rupprecht. Konkrete Prognosen gab er allerdings nicht. Die Dividende für das vergangene Jahr, die größtenteils an das Münchener Mutterhaus Allianz geht, soll trotz der gesunkenen Ertragslage mit 12,50 Euro je Aktie konstant bleiben. Wie die gesamte Branche litt auch die Allianz Leben unter dem Absturz der Börsen im vergangenen Jahr. Die Aktienquote beträgt nach Marktwerten nur noch rund zwölf Prozent, nach 21,7 Prozent im Vorjahr. Die gesunkene Aktienquote resultiere zu gleichen Teilen aus Verkäufen von Beteiligungspaketen und Wertverlusten der gehaltenen Aktien, sagte Finanzverantwortlicher Maximilian Zimmerer. In den auf 102 Mrd. Euro gestiegenen Kapitalanlagen der Allianz Leben sanken im vergangenen Jahr die Bewertungsreserven deutlich. Insgesamt schrumpften die Netto-Bewertungsreserven von 10,7 auf 4,6 Mrd. Euro. Darin enthalten sei auch der Abzug stiller Lasten in Höhe von 1,4 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen weiter mit. Rupprecht versuchte einem Vertrauensverlust wegen der bestehenden stillen Lasten vorzubeugen. "Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass Abstriche an der Lebensversicherung gemacht werden." Die Allianz Leben habe nur bei Aktienfonds auf Abwertungen verzichtet, bei denen unsicher sei, ob die Abschreibungen auch steuerlich anerkannt würden. Eine volle Abschreibung dieser Fonds halte er nicht für sinnvoll, sagte der Chef der Allianz Leben. Rupprecht rechnete vor, dass die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen im vergangenen Jahr nur noch bei fünf Prozent gelegen habe. Im Vorjahr seien es noch 6,8 Prozent gewesen. Bereits im Dezember hatte der größte deutsche Lebensversicherer daher seine Überschussbeteiligung für 2003 von bis dahin 6,8 auf 5,5 Prozent gesenkt. Rupprecht zeigte sich zuversichtlich, dass diese Verzinsung gehalten werden könne. "Aus heutiger Sicht sieht es gut aus", sagte er. Es sei allerdings entscheidend, wie sich das laufende Jahr entwickele. Für 2003 Jahr kündigte Finanzvorstand Zimmerer eine veränderte Anlagestrategie an: Die Allianz Leben werde verstärkt auch in nicht börsennotierte Gesellschaften investieren, sagte er. Bisher gehört das Unternehmen zu den größten Investoren in börsennotierte Aktiengesellschaften. Weitere nützliche Links: |
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