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Handyspass im AuslandIm Ausland mobil telefonieren ist immer noch ein teurer Spaß – Tricks helfen die Kosten zu drücken Für viele Urlauber sind die Ferien nur halb so schön, wenn sie den Lieben zu Hause nicht vom türkisenen Wasser, der netten Bar am Strand mit dem freundlichen Kellner oder dem fantastischen Hotelpool mit Unterwassermusik berichten können. Das Handy ist selbstverständlicher Teil des Reisegepäcks geworden und für manche Urlauber gar der wichtigste Begleiter am Strand. Gerade die neuen Multimediahandys mit immer besseren integrierten Fotokameras verlocken dazu MMS als Postkartenersatz zu verschicken. Nach wie vor gilt aber, wer sein Handy im Ausland nutzt, muß auf eine deutliche höhere Rechung als zu Hause gefasst sein. Urlauber können die böse Überraschung zu Hause jedoch durch ein paar Spartricks in Grenzen halten. „Ganz wichtig ist, daß der Urlauber sich vor der Reise über Anbieter und Tarife im Ausland informiert“, meint die Telekommunikationsexpertin von der Stiftung Warentest Isabella Eigner. Informationen über Roamingpartner und Gesprächskosten liefern einerseits die deutschen Netzanbieter selbst auf ihren Internetseiten oder über Hotlines. Und andererseits vergleichende Seiten im Internet wie Tariftip, Teletarif oder Verivox. Hat der Urlauber den günstigsten Anbieter für sein Reiseziel gefunden (siehe auch Tabelle), muß er nur noch darauf achten, daß er diesen auch wirklich nutzt. „In jedem Fall sollte man vor dem Grenzübertritt die automatische Netzwahl ausschalten, um sich dann manuell über das Handymenü das günstigste Netz auszusuchen“, rät Martin Müller von Teltarif. Ansonsten sucht sich das Handy im Regelfall entweder das ausländische Partnernetz des eigenen Netzbetreibers oder das stärkste, verfügbare Netz. Das muß in beiden Fällen aber nicht bedeuten, daß sich das Handy automatisch im günstigsten Netz einbucht. Mit der manuellen Netzwahl können Urlauber bis zu 50 Prozent sparen. „Der Urlauber sollte ganz bewußt die günstigen Nebenzeiten nutzen“, meint Eigner von der Stiftung Warentest. Mit dem günstigsten Anbieter zur Nebenzeit kostet beispielsweise eine Telefonminute aus Frankreich nach Deutschland nur 79 Cent, in der Hauptzeit werden gleich 1,26 Euro pro Minute fällig. „Dafür muß der Verbraucher aber auch genau wissen, wann die Nebenzeit ist“. Die Hauptzeiten variieren stark zwischen den Ländern. In Frankreich beginnt die Nebenzeit beispielsweise erst um 21.30. Von den deutschen Netzbetreibern sind die Kunden aber einen früheren Tarif-Feierabend zwischen 18 und 20 Uhr gewöhnt. „Außerdem sollten Urlauber - falls sie dem mit Auto unterwegs sind - in Grenzgebieten aufpassen, ob in Deutschland auch der deutsche Netzanbieter eingestellt“, rät Mobiltelefonexpertin Eigner. Mit dem ausländischen Netz kann sonst auch Gespräch in der Heimat teurer werden als geplant. Die größte Kostenfalle im Ausland sind aktuell die MMS mit denen nicht nur ein Urlaubsgruß sondern das aufgezeichnete Meeresrauschen in Bild und Ton gleich mitgesandt werden können. In Italien beispielsweise reicht die Preisspanne von 2,16 Euro bis zu 6,80 Euro für den Versand einer MMS von 100 Kilobyte. Auch der Empfang einer Bildnachricht schlägt im Ausland ordentlich zu Buche (siehe unten). Die kleine Schwester der MMS - die Kurznachricht – ist dagegen das beste Mittel um die Urlaubskasse zu schonen. Eine 160-Zeichen SMS kostet oft nur den Bruchteil einer Telefonminute. „Die Information an die Daheimgebliebenen über das Wetter, das Hotel oder die reibungslose Ankunft kann man kurz und günstig auch per SMS übermitteln“, empfiehlt Tarifexperte Müller. Der SMS-Versand aus dem Ausland ist vergleichsweise günstig geworden. Urlaubsgrüße aus Polen sind schon für neun Euro-Cent pro SMS möglich. Im Durchschnitt kostet das kurze Hallo aus den Ferien in Europa 24 Cent, vergleichsweise teuer sind Österreich, die Schweiz und Spanien. Dort kostet das Senden einer Kurznachricht über 30 Cent. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollte der Urlauber ebenfalls vor Reiseantritt die Mailbox ausgeschalten. „Verpasst man im Ausland einen Anruf, zahlt man den teuren Roamingtarif gleich doppelt. Dann wird einmal die Verbindung aus Deutschland zum Handy im Ausland und zudem die Umleitung zurück nach Deutschland auf die Mailbox berechnet. Eine kurze Nachricht kann auf diese Weise schnell mehrere Euro kosten“, erklärt Teltarifexperte Müller. Mit Vorsicht zu genießen sind außerdem Gespräche im Ausland zwischen mehreren deutschen Handys. Insbesondere Reisegruppen sollten daran denken, daß sie im Ausland nicht wie gewohnt netzintern günstiger telefonieren können. Sind beispielsweise beide Gesprächspartner Kunde bei O2, fallen trotzdem die teuren Roaminggebühren an. Verabreden sich die Urlauber von O2-Handy zu O2-Handy in Italien an der Hotelbar, kostet eine Telefonminute insgesamt bis zu 2,24 Euro. Wenn während einer solchen Reise wirklich viel per Handy abgesprochen werden muß, lohnen sich eventuell Pre-Paid-Karten lokaler Anbieter im Urlaubsland. Nähere Informationen liefern die Tarifvergleichservices im Internet. (Artikel von: 25.08.2005, linpan) |
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