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Eigene Homepage - Spreu von Weizen trennenIn den vergangenen Jahren haben sich viele Agenturen auf Webdesign spezialisiert. Aber nicht alle Anbieter arbeiten auch wirklich professionell. Diese Checkliste soll Ihnen helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Was nicht fehlen darf ...
Ohne Impressum geht es nicht!
Die zehn besten Anbieter und ihre Startpakete für die Homepage im Netz im Vergleich Domainfactory GmbH 1&1 Internet AG Schlund + Partner Strato Medien AG Net-Build Internet Webhost One e.K. All-inkl.com Host Europe GmbH Greatnet New Media Domainbox
Quelle: Webhostlist - von den Nutzern gewählte Top 10/Stand Juli 2004 und eigene Recherche. Im Regelfall fällt zusätzlich eine einmalige Einrichtungsgebühr von etwa zehn Euro an. Diese Pakete ermöglichen es, das Unternehmen ohne große technische Spielereien im Internet zu präsentieren. Die etwas teureren Pakete enthalten häufig automatisch Bestandteile, die nicht jeder Existenzgründer benötigt. 1) bei jährlicher Vorauszahlung Schöne bunte Webwelt HTML ist zwar Grundvoraussetzung, aber nicht ausreichend für den professionellen Internetauftritt. „Ohne Homepage läuft heute gar nichts mehr“, ist sich Gilbert Cremer, Architekt aus Kaarst sicher. Für sein zweites Standbein, selbst-designte und gebaute Möbel, hat er sich darum eine Domain gesichert. „Ich habe mit der Umsetzung meiner Ideen eine Agentur beauftragt. Denn als Selbstständiger muss man sich erstens fragen, ob man die Zeit hat, das selbst zu machen – und zweitens war mir klar, dass die Site mir mehr bringt, wenn ein Profi sie gestaltet“. Cremer hat sich darum von Inocon Solutions in Hürth beraten lassen. Geschäftsführer Markus Eßer: „Im Prinzip kann heute jeder mit den kostenlosen Bausteinen aus dem Netz eine Seite online bringen. Aber das bedeutet nicht, dass sie auch gut ist!“ Für Cremer hat er einen Webauftritt mit Flash programmiert. „Das muss nicht jeder Auftritt haben, aber zu skizzworx.com passt es“, so Eßer. Wichtig sei, dass das Image der Firma transportiert werde, weiß der IT-Fachmann. „Die Corporate Identity gilt nicht nur für die gedruckten Visitenkarten und die Briefbögen, sondern auch fürs Netz“. Darum ist es auch wichtig, dass die Homepage von Anfang an mit in die Überlegungen zur Existenzgründung einbezogen werden. Dirk Nienhaus aus dem hessischen Karben, Forenbeauftragter bei webhostlist.de, rät sogar dazu, erst im Netz zu checken, ob es den Firmennamen noch gibt und ihn dann festzulegen. „Manchmal hat man Glück und kann den Domainnamen jemandem abkaufen. Bei Ebay werden diese Adressen für fünf bis zehn Euro versteigert“. Allerdings kann es auch richtig teuer werden, einen Domainnamen abzukaufen. „Da ist es besser, sich einen anderen Firmennamen zu überlegen“. Markus Eßer würde vorher jedoch noch verschiedene Namenskombinationen durchspielen. „Vielleicht muss man nur ‚online’ an den Firmennamen hängen und findet so eine freie Domain“, weiß er. Eine andere Möglichkeit ist, zunächst nach ähnlichen Namen zu suchen, wenn der eigene Name im Netz schon vergeben ist. Thorsten Olscha aus Köln, der ebenfalls für Unternehmen Websites erstellt, rät dazu, das auf der Seite www.sedo.de zu checken. Dort wird auch gleich angezeigt, mit welcher Top-Level-Domain, also der Endung, der Name vergeben ist: de, com, info, biz oder org zum Beispiel. „Exotische Endungen von kleinen Ländern irgendwo in der Karibik würde ich nicht hinter meinen Firmennamen hängen“, sagt Olscha. Das erwecke schnell den Eindruck, unseriös zu sein. Wer sich seine Domain gesichert hat, muss im nächsten Schritt einen Webhoster finden. Und da ist die Auswahl sehr groß. Thorsten Olscha bevorzugt einen kleinen Provider, bei dem der Service stimmt. Dirk Nienhaus ist mit ihm einer Meinung: „Wichtig ist ein Ansprechpartner und eine Telefonnummer, die zumindest während der normalen Arbeitszeit erreicht werden kann“. Auf Webhostlist kann sich der Domainbesitzer einen guten Überblick über den Markt der Webhoster verschaffen. Dort gibt es für jeden Geldbeutel und Geschmack einen Anbieter und unterschiedliche Pakete mit technischer Ausstattung. „Einen Billiganbieter würde ich nicht nehmen“, so Nienhaus. „Wenn der Pleite geht, hängen die Kunden mit ihren Dateien in der Luft und wissen nicht wohin“. Anbieter ab etwa zehn Euro im Monat seien da schon sicherer. „Ein Einsteiger braucht nicht viel Technik: Zehn MB Webspace, einige E-Mail-Adressen, PHP und eine mySQL-Datenbank“, so Dirk Nienhaus. Der nächste Schritt ist dann der Bau der Webpräsenz. Aus technischer Sicht ist eine Agentur besser, „weil ein professioneller Dienstleister gewährleistet, dass das Ding läuft“, wie es Thorsten Olscha auf den Punkt bringt. Das bedeutet, dass die technischen Plug-ins funktionieren und die Seite auch in unterschiedlichen Browsern richtig angezeigt wird. „Laien laden sich häufig kostenlose Elemente für ihre Site aus dem Netz herunter. Die sind teilweise sehr groß. Auf dem eigenen Rechner lädt sich die Homepage dann zwar schnell, auf den PCs von Besuchern dagegen braucht sie ewig. Und schon ist der potenzielle Kunde wieder weg.“ Neben der Technik muss auch die Optik stimmen. „Auf einer professionell erstellten Internetpräsenz stimmt die so genannte Bildwelt“, erklärt Markus Eßer. Dazu gehören neben den richtigen Farben auch die richtigen Schrifttypen und natürlich die richtige Qualität der Bilder. Und selbstverständlich muss die Navigation einer solchen Seite intuitiv erfassbar sein und funktionieren. Möglicherweise will der frischgebackene Homepagebesitzer auch ein Mail-Formular, das die Kontaktaufnahme erleichtert oder einen Newsletter zur Kundenbindung. Auf keinen Fall dürfen das Impressum und der Disclaimer zur Linkhaftung vergessen werden. Denn zumindest das Impressum braucht jeder, der eine kommerzielle Homepage ins Netz stellt. Der Disclaimer ist nur relevant, wenn es Links zu anderen Seiten auf der Homepage gibt. Karl-Joachim Trude, Rechtsanwalt in Köln:“Wer kein Impressum hat, macht sich strafbar, weil er gegen das Teledienstegesetz verstößt“. Zwar wandert nicht direkt ins Gefängnis, wer das Impressum vergisst, „aber eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro wird schon fällig“. Sie richtet sich in ihrer Höhe unter anderem nach den Einkommensverhältnissen. Ähnlich ist es mit der Linkhaftung. Mit einem Disclaimer gibt der Homepagebesitzer zu verstehen, dass er alle Links, die in seine Seite eingebaut sind, überprüft hat, und dass sie einwandfrei sind. Damit ist nicht gemeint, dass sie technisch funktionieren, sondern dass sie nicht auf Seiten weiter leiten, auf denen Volksverhetzung gemacht wird oder Kinderpornografie zu finden ist. „Wer den Disclaimer vergisst, macht sich gegebenenfalls zum Mittäter“, erklärt Trude. Um die Homepage zu pflegen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Große Firmen, die viel aktualisieren, sollten auf ein Content Management System zurückgreifen. Es gibt im Internet kostenlose Angebote, aber auch individuell zugeschnittene für viel Geld. Alternativ dazu kann auch eine Agentur mit der Pflege beauftragt werden. „Das ist nicht so teuer“, weiß Thorsten Olscha. „Die Preise sind in den letzten Jahren stark gesunken!“. Um die Homepage bekannt zu machen, sollte nun ein Suchmaschinenmarketing betrieben werden. Dazu kann sich der Besitzer selbst in verschiedene Suchmaschinen eintragen. Es gibt auch bezahlte Suchmaschinenergebnisse in allen Preisklassen. „Mit einigen technischen Tricks und Kniffen lässt sich noch mehr erreichen“, so Thorsten Olscha. „Aber damit ist ein Privatmann überfordert“. Darum hat auch Gilbert Cremer diese Aufgabe an einen Profi abgegeben. Und er ist zufrieden mit dem, was er mit seiner Homepage bisher erreicht hat. Weblinks zum Thema |
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