[Home]>

WestLB -Analysten sehen Jungheinrich die eigenen Erwartungen übertreffen

Die Aktie des Tages: Rohstoffpreise lassen Gabelstaplerhersteller kalt

Wenn das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen Jungheinrich am Dienstag seine Bilanz vorlegt, werden die Analysten vor allem auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schauen. "Dank des guten vierten Quartals könnten sogar 82 Mio. Euro drin sein", meint Jürgen Siebrecht von der WestLB. Damit lägen die Hamburger nicht nur über dem Vorjahresergebnis von 78 Mio. Euro (Ebit), sondern hätten auch die eigenen Erwartungen übertroffen. "Das wäre ein sehr gutes Ergebnis", sagte Analyst Siebrecht. Vor allem weil der Gabelstaplerhersteller im vergangenen Jahr zehn Mio. Euro zusätzlich für teurere Rohstoffe ausgeben mußte. Hinzu kamen noch Sonderbelastungen von drei Mio. Euro für eine Werkschließung in Madrid sowie zwei Mio. Euro für eine Stiftungsgründung.

Anlageexperte Siebrecht ist auch fürs laufende Jahr optimistisch: "Jungheinrich hat Kostenoptimierungen früher und konsequenter als sein Wettbewerber Linde vorgenommen". Und sei damit in einer sehr guten Marktposition. Siebrecht hält den Titel für einen "Outperformer" und peilt ein Kursziel von 18 Euro an. Aktuell wird die Aktie für rund 16 Euro an der Börse gehandelt. Das Gros seiner Analysten-Kollegen bewertet das Lagertechnik-Unternehmen weniger positiv. Ein Viertel der von Bloomberg befragten Analysten würde den Titel sogar verkaufen. Peter Rothenaicher von der Hypo-Vereinsbank stuft die Jungheinrich-Aktie als "Neutral" ein und sieht keine Luft mehr für Kurssteigerungen nach oben. Auch er rechnet mit einem leicht gestiegenen Ebit von 80,6 Mio. Euro und einem Nettoergebnis von 51,7 Mio. Euro wegen des überraschend guten vierten Quartals 2004. Allerdings werde es seiner Meinung nach im laufenden Jahr 2005 keinen Umsatzsprung geben. "Ich rechne weiterhin mit leichten Zuwächsen im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich", sagte Rothenaicher. Spannend bleibt, wie sich die ersten beide Monate 2005 entwickelt haben. Jungheinrich-Chef Cletus von Pichler gibt bei der Bilanzvorlage traditionell schon mal erste Zahlen bekannt.

Die Auftragseingänge werden zeigen, ob die Kunden die neuen Listenpreise angenommen haben. Sowohl Jungheinrich als auch Wettbewerber Linde hatten die Preise im August 2004 und im Januar 2005 wegen der höheren Rohstoffpreise angehoben. Sind die Kunden mit den neuen Preisen einverstanden, eröffnet das Möglichkeiten für weitere Umsatzsteigerungen in diesem Jahr. Pichler selbst erwartet für Jungheinrich bei einer weltweit positiven Wirtschaftsentwicklung ein "unverändert günstiges Marktumfeld für Flurförderfahrzeuge".

Weitere nützliche Links:


FUSSBALL-WM-total - Alles zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006

(Artikel von: 25.08.2005, linpan)