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Kostenfalle ankommende Anrufe und Daten

Wer im Ausland mit seinem deutschen Handy telefoniert, zahlt den Auslandsaufschlag – auch wenn er gar nicht selbst anruft. Das ist für routinierte Handynutzer keine Neuigkeit, aber dennoch der häufigste Grund für überhöhte Mobiltelefonrechnungen nach dem Urlaub. „Vielen ist immer noch nicht klar, daß sie auch bei einem angenommenen Anruf im Ausland zahlen“, weiß Isabella Eigner, Telekommunikationsexpertin von der Stiftung Warentest aus vielen Leserbriefen. Dabei kostet schon eine Viertelstunde mit der Großmutter in München über den blauen Himmel quatschen den Urlauber in Europa zwischen 8,25 Euro und 10,35 Euro.

Die Gebühren pro angenommene Minute sind im europäischen Ausland überall gleich. Am günstigsten kommen Vertragskunden von E-Plus mit 0,55 Euro pro Minute weg. Vodafone kassiert 0,59 Euro pro ins Ausland weitergeleitete Minute. Bei T-Mobile und O2 werden sogar 0,69 Euro pro angenommene Gesprächsminute fällig. Weitaus kostspieliger sind Anrufannahmen in Amerika. Hier kostet eine Minute den Urlauber je nach Netzbetreiber und Roamingpartner zwischen 1,53 und 2,63 Euro. Auch Tarifexperte Martin Müller von Teltarif meint, daß das Bewusstsein der Verbraucher hier noch geschärft werden muß. „Im Ausland kosten sogar ankommende MMS Geld“. Urlauber, die per Fotos auf dem Laufenden gehalten werden wollen, ob es den Lieben zu Hause auch gut geht, sollten wissen, daß das nicht billig ist. Für eine empfangene Bildnachricht im Ausland muß der Urlauber tief in die Tasche greifen: Bis zu 5,51 Euro pro Nachricht kassieren die Netzbetreiber ab.

Selbst die beliebten Kurznachrichten, die eigentlich die Telefonkosten im Urlaub schonen, können zur Kostenfalle werden. Während es in dem Euroländern mittlerweile die Regel ist, daß SMS kostenfrei empfangen werden, können sie ferneren Ländern die Handyrechung in die Höhe treiben. In Amerika, Asien und Afrika kostet der Empfang bis zu einem Euro pro SMS.

(Artikel von: 25.08.2005, linpan)