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Spieglein, Spieglein ...

Das sprechende Exemplar der bösen Stiefmutter hat ausgedient. Mit dem Internet verändert sich die PR-Arbeit entscheidend. Online-Monitoring als PR-Analyse-Instrument etabliert sich zunehmend, um das eigene Image, aber auch die Mitbewerber zu beobachten.

Um in den sich verändernden Märkten erfolgreich zu bleiben, ist es für Unternehmen unerlässlich, einerseits das eigene Bild in der Öffentlichkeit durch gezielte PR-Maßnahmen zu entwickeln und andererseits die öffentliche Meinung zu kennen. Wer sich eben noch durch einen Zeitungsartikel geschmeichelt fühlte, dem droht vielleicht schon beim nächsten Klick eine böse Überraschung.

Neben Zeitungen, Radio und Fernsehen wirbt das Internet um die Gunst der Informations-Hungrigen. Zunehmend in diesem Medium tauchen Meinungen in Foren und Newsgroups auf. Berichte erscheinen auf Verbraucherportalen und auf redaktionell gestalteten Seiten. Print-Titel, Radio und Fernsehen veröffentlichen auf eigenen Websites ihre Meldungen. Für PR-Verantwortliche wird es immer schwieriger, den Überblick über die Berichterstattung zu behalten.

Auch wenn vor allem kleine und mittlere Unternehmen die Kosten für Monitoring scheuen, nutzen viele Firmen seit langem Ausschnittdienste und nun auch immer öfter Online-Medienbeobachtung als PR-Erfolgsnachweis und zur Konkurrenzanalyse.

Beim Online-Clipping durchforsten Scanprogramme in bestimmten Zeitintervallen das Internet nach vom Auftraggeber ausgewählten Themen und Suchbegriffen. Insbesondere IT-Unternehmen schätzen die Vorteile der digitalen Suche und Auswertung: Die Websites können schnell und vergleichsweise kostengünstig analysiert werden. Der Auftraggeber erhält die Suchergebnisse zeitnah per E-Mail. Die Fundstellen sind von hoher Aktualität.

Beim Online-Clipping setzen Dienstleister unterschiedliche Schwerpunkte in Bezug auf Suchtiefe, Reichweite (national, international), Anzahl der zu scannenden Medien, Zeitpunkt und Zeitdauer der Suche, Versandhäufigkeit und Lektorierung der Ergebnisse. Eine Orientierungshilfe für Unternehmen und PR-Agenturen ist die 2003 vom HighText Verlag München herausgegebene Studie „Medien-Monitoring im Internet“. Darin vermitteln Heinke Shanti Rauscher und Joachim Graf, Inhaber des Verlags, einen allgemeinen Überblick über den derzeitigen Stellenwert der Online-Medienbeobachtung. Sie stellen deutsche Dienstleister ausführlich vor und vergleichen deren Features und Preise. Hinsichtlich des Urheberrechts verweisen die Autoren auf rechtliche Bestimmungen.

Wer ein aktuelles Abbild der Meinungslage haben will, wird in Zukunft verstärkt auf Online-Monitoring setzen.

(Artikel von: 17.08.2005, )