Turbo für die Karriere
Köln - Wer einmal einen Wirtschaftskongreß an der Universität Köln mitorganisiert hat, kommt offenbar schnell weiter.
Nicht nur die Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern, sondern vor allem wegen der Arbeitserfahrung brachten viele Ehemalige des Organisationsforums Wirtschaftskongreß (OFW) schnell in Chefsessel. Hier
sind drei von ihnen.
Arik Meyer: Der ehemalige Kölner Student der Betriebswirtschaftslehre ist heute Geschäftsführer von audible.de, einer Internetplattform zum Herunterladen von Hörbüchern oder vertonten Zeitungsartikeln. Meyer denkt gern an seine Zeit beim OFW zurück. Der 30jährige stieg 1995 kurz vor dem fünften Kongreß bei der Studenteninitiative ein. Meyer ist einer der wenigen, der zwei Kongresse begleitet hat. Danach absolvierte er ein Semester in Paris und schloß das Studium an der Stockholm School of Economics ab. 2001 stieg Meyer bei einem Bertelsmann-Nachwuchsprogramm ein. Nach Stationen in Shanghai, Mexiko und New York ist er jetzt als Geschäftsführer von Audible - Bertelsmann hält ein Viertel der Anteile - nach Deutschland zurückgekehrt.
Christian Rast: 1985 gründete der heute 42jährige zusammen mit Kommilitonen das Kölner Organisationsforum Wirtschaftskongreß. Auf die Idee kam Rast, als er eines Sonntags auf der Terrasse in der Zeitung las, daß beim St. Gallener Studentensymposium 70 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland kamen. "Das können wir auch", dachte der Student der Betriebswirtschaftslehre. Sein Studium war ihm ohnehin viel zu trocken. Als der Unternehmer die Uni Köln verließ, nahm er ganz bewußt Abstand zum OFW. Er wollte nicht der Besserwisser im Hintergrund für die neue Studentengeneration sein. Rast arbeitete für verschiedene Unternehmen als Berater, unter anderem für Bertelsmann und Roland Berger. 1995 machte der OFW-Gründer sich mit einem eigenen Beraterunternehmen selbständig. Sein Unternehmen "cc-hubwoo" spezialisierte sich 2000 auf die Beratung beim Einkauf im Internet, betreut heute 60 Konzerne und ist europäischer Marktführer.
Axel Schmiegelow: Der zweisprachig aufgewachsene Bonner begann sein Jurastudium an der Pariser Sorbonne. Bei einem Austausch mit der Uni Köln blieb er nicht nur in der Stadt am Rhein, sondern auch beim OFW hängen. Schmiegelow stieg Ende 1992 bei der Initiative ein und war maßgeblich an der Gründung der Unternehmensberatungs-Tochter des OFW "Oscar" beteiligt. Nachdem er 1995 seinen zweiten Kongreß begleitet und mit Microsoft-Gründer Bill Gates den berühmtesten Redner an Land gezogen hatte, gründete Schmiegelow gemeinsam mit drei anderen OFWlern seine eigene Firma. Der 32jährige ist auch heute noch Geschäftsführer der erfolgreichen Kölner Internetagentur "Denkwerk".
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zum Thema Karriere, Job und Studium
(Artikel von: 25.08.2005, linpan)