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Klobiges All-in-one-Phone

Ganz Handy und ganz Organizer ist der Nokia Communicator 9210. Als einziges Gerät im Test besitzt es das EPOC-Betriebssystem. Als einziges ist es eingeklappt ein ganz normales Handy und ausgeklappt ein Organizer.

Etwas klobig, aber auch handlich

Ganze 244 Gramm bringt der Communicator mit und ist damit das schwerste Gerät im Test. Beim Telefonieren mit eingeklapptem Organizer fühlt sich der Nutzer ins Steinzeitalter der Telefonapparate zurückversetzt. Ausgeklappt ist der Organizer aber richtig smart: Eine verhältnismäßig große Tastatur, ein sehr großes, langes Display - 640 x 200 Pixel zeigt es bei etwa 4000 Farben - machen die Eingabe zum Genuss. Interessant dabei: Erst, wenn auf der Handyseite die Geheimzahl eingegeben wurden, lässt sich mit der Organzierseite surfen. Das Nokia-Gerät arbeitet dabei nicht mit einem kontaktsensitiven Display, sondern mit Tasten und Knöpfen.

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Leider lässt sich die Erscheinung des Startbildschirms nur unwesentlich ändern. Auch nach den Starteinstellung bleiben die drei Punkte "Beginnen Sie hier", "Nokia.de" und "Internet einrichten" erhalten. Leider sind hier keine eigenen Präferenzen möglich. So gelangt der Nutzer zu den Wunschprogrammen vor allem durch die Druckknöpfe.

Prozessor

Nokia verrät die verwendete Taktfrequenz des internen Prozessors nicht. Sie dürfte allerdings zwischen 130 und 200 Megahertz liegen, da ein 32-Bit-CPU (ARM9)- RISC-CPU verwendet wird. So oder so: Die Geschwindigkeit reicht für ein schnelles Arbeiten aus.

Zubehör

Ein sehr gutes Handbuch bietet der Communicator und eine 16 Megabyte-Speicherkarte inklusive, ansonsten Standardware wie Ladegerät und USB-Kabel. An UMTS wird er aber - wie alle anderen Smartphones im Test - scheitern, da er technisch darauf nur sehr aufwendig aufzurüsten wäre. Technologisch setzt Nokia bei den aktuellen Modellen auf HSCSD, das zwar schnelles Surfen ermöglicht, allerdings in der Realität gerade durch GPRS abgelöst wird. Eine Einsteckbuchse ermöglicht die Speichererweiterung.

Betriebssystem und Internet

Das verwendete EPOC-Betriebssystem ist sehr komfortabel in der Bedienung und sehr übersichtlich in der Gestaltung. Alle mitgelieferten Programme sind relativ einfach zu bedienen. Mit einer entscheidenden Ausnahme: WAP- und Internetzugänge lassen sich nur sehr umständlich einrichten, das versteht niemand auf Anhieb. Opera bietet außerdem sicherlich den besten Internetbrowser an. Auf dem langen Display des Nokia Communicator kommt er aber nicht so recht zur visuellen Entfaltung, zeigt er Websites doch recht unübersichtlich an. Negativ aufgefallen ist hier auch, dass die Adressleiste sehr versteckt ist.

Nokia Communicator 9210 - Technische Daten

  • Preis (laut Hersteller): 1000 Euro
  • Prozessor: 32-Bit-CPU (ARM9)- RISC-CPU, zwischen 130 und 200 MHz
  • Betriebssystem: Symbian OS (EPOC)
  • Display: Handy-Display: s/w PDA-Display: 4096 Farben, 107 x 33 mm (640 x 200 Pixel)
  • Speicher: 24 MB RAM, 16 MB SD-ROM
  • Größe + Gewicht: 56 x 158 x 27 mm (BxHxT), 244 g (inkl. Batterie)
  • Anschlüsse: Multimedia-Karteneinschub, Infrarot
  • Zubehör: Ladegerät, Akku, 16MB Speicherkarte, Software, USB-Kabel, Handbuch
  • Website: http://www.nokia.de

Fazit:
Der Nokia Communicator 9210 ist teuer, sehr teuer. Dafür legt er auch noch fast ein halbes Pfund auf die Waage, ist wirklich klobig. Für den Preis wird dafür aber nicht an der exzellenten Softwareausstattung gespart, die in aller Regel mit dem EPOC-Betriebssystem ausgezeichnet ausfällt und sehr intuitiv ist. Umso erstaunlicher ist es, dass die Entwickler nicht ebenso eine Routine für eine einfache Einrichtung des Internetzugangs auf die Beine gestellt haben.

Positiv:

  • sehr gutes Display
  • sehr intuitive Anwenderprogramme

Negativ:

  • klobig
  • zu teuer
  • schlechte Einrichtung des Internetzugangs

Linktipps:

(Artikel von: 10.11.2002, Jörg Stroisch)

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