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Privatbank mit FusionsfieberABN-Amro-Tochter Delbrück-Bethmann-Maffei hält weitere Zusammenschlüsse für möglich Drei Monate nach der Übernahme des Bankhauses Bethmann Maffei durch die niederländische ABN Amro sieht Rüdiger von Wedel, Vorstandschef von Delbrück Bethmann Maffei, die Fusion auf einem besseren Weg als geplant: "Es wäre bei einer Fusion normal gewesen, in der ersten Phase netto Kundenvermögen durch Abgänge zu verlieren", sagt der Vorstandschef des Geldhauses, das zum niederländischen ABN Amro Konzern gehört. "Stattdessen konnten wir bereits das verwaltete Vermögen durch Zugänge steigern." Genaue Zahlen will von Wedel allerdings noch nicht nennen. Zum Zeitpunkt der Übernahme im Februar dieses Jahres kamen die beiden Bankhäuser zusammengenommen auf ein verwaltetes Kundenvermögen von zehn Mrd. Euro. Der 36-jährige Banker rechnet fest damit, bis zum Jahresende das eigene Etappenziel von elf Mrd. Euro zu erreichen: "Wir liegen bereits über Plan." Delbrück Bethmann Maffei ist das Konstrukt aus mehreren Übernahmen der Großbank ABN Amro in Deutschland. Nachdem die Niederländer im November 2002 das Privatkundengeschäft des schwer angeschlagenen Bankhauses Delbrück übernommen hatten, folgte im vergangenen Februar der Kauf von Bethmann Maffei, einer Tochter der Hypo-Vereinsbank. Ziel der ABN Amro ist es, sich unter den drei führenden Häusern im gehobenen Privatkundengeschäft (Private Banking) zu etablieren. Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als zehn Mrd. Euro bei rund 15 000 Kunden gehört Delbrück Bethmann-Maffei heute zu den größten fünf Häusern in diesem Kundensegment. Den erfolgreichen Geschäftsverlauf führt von Wedel vor allem auf die reibungslose Zusammenführung von Delbrück und Bethmann Maffei mit dem deutschen Privatkundengeschäft der ABN Amro zurück. "Da wir innerhalb kurzer Zeit drei Banken zusammengeführt haben, spielt die Frage der Herkunft fast keine Rolle mehr." An allen Standorten seien die Vertriebsmannschaften zusammengeführt, ab November dieses Jahres sollen dann die 450 Mitarbeiter auf dem IT-System der früheren Delbrück-Bank arbeiten. Im übernächsten Jahr soll Delbrück Bethmann Maffei nach Plänen des Vorstands eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent nach Steuern verdienen. Dieses Ziel sei auch ohne einen größeren Stellenabbau erreichbar: "Da Bethmann Maffei keine eigene Abwicklung hatte, mussten wir weniger Jobs streichen, als es sonst bei Fusionen üblich ist", sagt der Banker, der seit 13 Jahren bei ABN Amro arbeitet. Auch in der Produktentwicklung und der Vermögensverwaltung seien die Überschneidungen geringer als ursprünglich erwartet. Im Vertrieb wiederum würden sogar Kundenbetreuer gesucht - unter anderem an Standorten wie München, Hamburg, Nürnberg und Düsseldorf. Ziel der ABN Amro ist es, sich im Private Banking in Deutschland unter den besten drei Häusern zu etablieren. Vor allem der Abstand zu den beiden Marktführern Deutsche Bank (40 Mrd. Euro unter Verwaltung) und Sal. Oppenheim ist einfach zu groß, um durch organisches Wachstum aufzuschließen. Von Wedel hält deshalb weitere Übernahmen in den kommenden Jahren für wahrscheinlich. "Wir sind zurzeit nicht aktiv auf der Suche nach Übernahmekandidaten, halten die Augen aber offen", sagt der Banker. Vor allem im Norden Deutschlands könnten sich Zukäufe anbieten. Die Delbrück ist im Rheinland und Bethmann Maffei im Frankfurter und Münchener Raum stark präsent. Weitere nützliche Links: |
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