Strichcodes im Alltag
Man kennt Strichcodes, oder auch Barcodes (von engl. "Bar" für "Balken"), aus dem täglichen Leben: Auf nahezu jedem Produkt, jeder Verpackung sind die uns allen bekannten schwarzen Balken der klassischen 1D (Ein-Dimensional)-Codes abgebildet. In neuerer Zeit kommen vermehrt auch
mehrdimensionale Codes zum Einsatz. Der Vorteil solcher mehrdimensionaler Codes ist der höhere Informationsgehalt. So enthält zum Beispiel der EAN-13, einer der bekanntesten Strichcodes, genau 13 Ziffern, während man in einem 2D Matrixcode der Art DataMatrix 144x144 EC200 schon ungefähr 3000 Ziffern unterbringen kann.
Der damit verbundene deutlich erhöhte Informationsgehalt dieser Codes hat dazu geführt, dass die üblichen 1D-Codes zunehmend verdrängt beziehungsweise ersetzt werden. Beispielsweise nutzt die Post in der elektronischen Freimachung von Sendungen schon solche 2D-Codes. In diesen Feldern können alle relevanten Informationen, wie Absender, Empfänger, Porto und vieles weitere gespeichert werden, die dann mittels Strichcodescannern ausgelesen werden können. Es gibt sehr viele unterschiedliche Modelle und Hersteller dieser Scanner, die von Anbietern wie Mediaform vertrieben werden und die Nutzung der Strichcodes erst möglich machen. Neben stationären Scannern wie zum Beispiel an der Supermarktkasse, gibt es auch portable Geräte, wie jene, die der Paketbote benutzt.
Aber die zweite Dimension ist nicht die Grenze des heute machbaren: Neben 3D-Codes, in denen man die Farbe und Farbsättigung der Balken oder Datenpunkte als weitere Ebene hinzuzieht, sind zuletzt 4D-Codes entwickelt worden. Die vierte Dimension ist in diesem Fall die Zeit, das heißt die Codes sind zusätzlich zur Matrix-Struktur und Farbigkeit der Datenpunkte noch animiert, sie verändern sich also in bestimmten Zeiträumen.